Aktualisierung: 06.09.2017
Fakultät für Zahnheilkunde
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Studienablauf der Zahnmedizin an der Semmelweis Universität

 

Das Studium der Zahnmedizin entspricht im Aufbau dem der Humanmedizin. Wie dieses gliedert es sich ebenfalls in vorklinischen Abschnitt, präklinisches Modul und klinischen Abschnitt.

 

In der Vorklinik besteht eine enge Verbindung zwischen dem Studium der Zahnmedizin und der Humanmedizin. Der Unterricht findet in den selben Gebäuden statt und die unterrichteten Fächer sowie deren Inhalte und die Prüfungsform gleichen zum großen Teil ebenfalls denen der Humanmedizin.

Der vorklinische Abschnitt befasst sich intensiv mit den Fächern Anatomie, Biophysik, Biochemie, Physiologie, Psychologie und Soziologie. In allen Fächern wird dabei nicht nur darauf geachtet, dass der Stoff intensiv unterrichtet wird, sondern auch darauf, dass man die Zusammenhänge versteht, und einen umfangreichen Überblick erhält.

 

Zusätzlich werden bereits spezifische Fächer wie „Physikalische Grundlagen der zahnärztlichen Materialkunde“, „Zahnärztliche Materialkunde“, „Odontotechnologie und Prothetische Propädeutik I II“, „Allgemeine Zahnärztliche Propädeutik“ sowie „Konservierende Zahnärztliche Propädeutik I“  unterrichtet. Ab dem dritten Semester liegt der Fokus dieser Kurse auf der praktischen Arbeit im Phantomlabor, welches sich in der modernen Zahnklinik unweit des Vorklinikgebäudes befindet.

Am Ende jedes Semesters wird man in jedem Fach geprüft. Fast alle Prüfungen finden mündlich statt. Im Gegensatz zu „neutralen“ Multiple-Choice-Tests, ermöglichen die mündlichen Prüfungen den Prüfern, das Wissen des Studenten individueller einzuschätzen, und nicht zuletzt wird auch die Kommunikationsfähigkeit verbessert. Als Student ist man so nicht nur gefordert, den nötigen Lernstoff zu lernen und zu verstehen, sondern auch aktiv wiedergeben zu können. Nur wer einen Sachverhalt verstanden hat, kann ihn auch gezielt formulieren und dem Prüfer erörtern.

 

Erste Arbeiten am Patienten dürfen die Studenten ab dem sechsten Semester durchführen. Dabei arbeiten jeweils zwei Studenten zusammen, die sich mit Behandlung und Assistenz abwechseln. Der klinische Abschnitt, welcher sehr praktisch orientiert ist, ist geprägt von familiärer Atmosphäre dank kleiner Gruppen — bestehend aus 6–8 Studenten — und engem Kontakt zu den Dozenten.

Durch die besondere Situation, die ein Auslandsstudium mit sich bringt, entsteht ein sehr starker Zusammenhalt zwischen den Studenten. Die gegenseitige Unterstützung im Jahrgang, wie auch jahrgangsübergreifend sind somit eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Besonders in der Vorklinik gibt es durch die gemeinsamen Fächer und Vorlesungen eine ebenso ausgeprägte Verbindung mit den Humanmedizinern, so dass trotz der kleineren Größe des zahnmedizinischen Studiengangs eine große Gemeinschaft entsteht.